Viele Zwerggarnelenarten sind an sich nicht allzu anspruchsvoll und relativ einfach zu halten, wenn man sich mit den Haltungsbedingungen ein wenig auseinandergesetzt hat. Im Gegensatz zu den meisten Aquarienfischen reicht für diese Tiere bereits ein kleines Becken ab 25l für eine erfolgreiche Haltung aus.

Es werden auch noch kleinere Aquarien für Garnelen angeboten. Die Haltung ist darin durchaus möglich, jedoch ist zu bedenken, dass es schwierig ist, dauerhaft stabile Bedingungen herzustellen, je kleiner das Becken ist. Es ist deshalb bei sehr kleinen Aquarien eine häufige sorgfältige Überwachung der Wasserparameter notwendig. Darüber hinaus sollte man auch die Besatzdichte im Auge behalten.

Eine wichtige Rolle spielen für Garnelen die Wasserwerte. Ob man einfach Leitungswasser ins Aquarium füllen kann, ist von den sehr unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten abhängig und von der Garnelenart, die man halten möchte.

Bei neu erworbenen Tieren ist eine umsichtige Eingewöhnung ratsam. Bei abweichenden Wasserwerten zwischen dem Herkunftsaquarium und dem eigenen Becken  sollte eine Anpassung sehr langsam über mehrere Stunden erfolgen, bevor die Tiere endgültig in ihr neues Zuhause entlassen werden. Die weitere Pflege ist nicht mehr schwierig.

Die Nitratwerte sollten regelmäßig überwacht werden. Garnelen reagieren auf Belastungen oft empfindlicher als mancher andere Aquarienbewohner. Reichlicher Pflanzenbewuchs hilft, die oft bereits im Leitungswasser vorhandenen Nitrate abzubauen und in Grenzen zu halten. Ein regelmäßiger wöchentlicher Wasserwechsel von ca. 1/4 - 1/3 der Gesamtwassermenge trägt dazu bei, den Wert nicht allzu hoch ansteigen zu lassen.

Dabei sollte man darauf achten, dass die Temperatur des Frischwassers der Beckentemperatur in etwa angeglichen ist, um Schock-Häutungen durch einen Temperatursturz zu vermeiden. Bei trächtigen Weibchen würde eine solche Häutung unweigerlich zum Verlust der Eier führen.

Die Wassertemperatur sollte je nach Art im Bereich von 20° bis 26° liegen, wobei das Wasser bis auf wenige Ausnahmen durchaus eher kälter als wärmer sein kann. Vereinzelte Temperaturspitzen über 26° im Sommer  haben die Kleinen in unseren Becken zwar problemlos überstanden, viele Arten stellen jedoch bei zu hohen Temperaturen die Vermehrung ein. Bei sehr sauerstoffbedürftigen Garnelen ist bei höheren Wassertemperaturen ein kleiner Luftsprudler anzuraten, sofern nicht ein luftbetriebener Filter eingesetzt wird.

CO2-Düngung für Pflanzen sollte - wenn überhaupt - nur sparsam eingesetzt werden. Garnelen können sensibel auf zu hohe CO2-Werte ansprechen.

Besonders empfindlich reagieren Garnelen auf Metalle, insbesondere Kupfer. Die Verwendung von Wasser mit Kupferanteil sollte deshalb unbedingt vermieden werden. Speziell in Häusern mit Wasserleitungen aus Kupferrohr muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass man das Wasser erst reichlich aus der Leitung ablaufen lässt, bevor man es für ein Garnelenbecken verwendet.

Zusätzliches Augenmerk sollte man auch auf viele in der Aquaristik gängige Medikamente gegen Fischkrankheiten richten, die Kupferanteile enthalten, mit denen man den Garnelen im Krankheitsfall mehr schadet als hilft und sie im schlimmsten Fall umbringt.

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