Garnelen lassen sich mit allen Aquarienbewohnern vergesellschaften, die ihnen nicht nachstellen. Ein Besatz mit räuberischen Fischen neben Garnelen scheidet daher generell aus.

In unserem Gesellschaftsbecken halten wir Amanos, Red Fire und Molukkengarnelen unter anderem mit Phantomsalmlern, Ohrgitterharnischwelsen und Keilfleckbärblingen. Selbst als die Garnelen noch halbwüchsig waren, konnten wir keinerlei Jagd der Fische auf sie beobachten. Die Garnelen sind sehr aktiv und scheinen sich in dieser Nachbarschaft sehr wohl zu fühlen.

Bei der Vergesellschaftung von friedlichen Fischen mit Garnelenarten, die sich im Süßwasser vermehren, muss man aber dennoch mit Verlusten beim Garnelennachwuchs rechnen, wobei bei genügend Versteckmöglichkeiten und dichtem Bewuchs immer einige Garnelenbabies durchkommen sollten.

Sehr beliebt ist die Vergesellschaftung mit Welsen, von denen einige Arten auch den Garnelennachwuchs vollkommen ignorieren. Am verbreitetsten sind hier der Ancistrus (Antennenwels) und kleine Corydora-Arten (Panzerwelse), aber auch etliche andere Welse kommen in Frage.

Neben Fischen wird vielfach der Besatz von Garnelenbecken mit Schnecken praktiziert. Diese Tiere sind nicht nur eine nützliche Ergänzung im Aquarium, Arten wie Apfelschnecken sind auch optisch sehr reizvoll.

Amano-Weibchen - mit vielen fast reifen Eiern an den Schwimmbeinen - in Gesellschaft von Red-Fire-Garnelen

Sollten mehrere Garnelenarten miteinander in einem Becken gehalten werden, sollte man darauf achten keine Arten zu kombinieren, die sich kreuzen können. Es sind etliche Kreuzungstabellen veröffentlicht, die von den Autoren bestimmt nach bestem Wissen zusammengestellt wurden. Da jedoch längst nicht alle Zwerggarnelenarten exakt wissenschaftlich bestimmt sind und außerdem immer wieder neue Arten auftauchen, dürfte eine wirklich 100%ige Aussage zu Kreuzungsmöglichkeiten sehr schwierig sein. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass sich Garnelen unterschiedlichen Fortpflanzungstyps nicht kreuzen werden. Wer bei seinem Garnelennachwuchs keinen Wert auf undefinierbare Hybriden legt, sollte unserer Meinung nach darauf verzichten, alle möglichen Zwerggarnelenarten gleichen Fortpflanzungstyps in einem Aquarium zu halten.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Vergesellschaftung mehrerer Garnelenarten ist die unterschiedliche Verhaltensweise der Tiere. Lebhafte Arten wie die Red Fire oder Amano werden ein einem Becken dominieren und scheue Sorten - wie z.B. die Grüne Zwerggarnele - in den Hintergrund drängen, so dass diese sich kaum einmal sehen lassen und sich nur noch wenig oder gar nicht vermehren.

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